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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 12 | Freitag 26. März 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Kultur Künstler

Kultur Künstler Alexander Waltner im Interview B Der in Lauterach geborene Künstler Alexander Waltner lebte 25 Jahre in Wien und ist 2017 wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Durch eine Bekannte fand er sein neues Atelier in Lustenau, in der Tavernhofstraße 14, wo er täglich bis tief in die Nacht arbeitet. Im BOTTA sind bis Ende April ein zweiteiliges, farbiges Werk und zehn Zeichnungen in Schwarz-Weiß zu sehen. Wie kommen Bilder und Gedichte zusammen? Mein Tagesrhythmus ist anders, ich beginne abends mit dem Malen. Über die Jahre habe ich mir einen Kanon ermalt, auf den Wie hat sich deine Arbeit in den letzten 30 Jahren verändert? Früher habe ich sehr üppig gemalt, die Themen waren intensiver als heute, ich war verwirrt. Ich habe viele Grenzüberschreitungen gemacht und führte ein Leben am Limit. Heute bin ich viel klarer und meine Kunst ist leichter und reduzierter. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass man das Alte verlässt, dahin zurückkehrt und wieder verlässt. Ich habe mich beruhigt, die Grenzübergänge finden nun in meinen Bildern statt, ich male jetzt am Limit. Die Werke sind noch bis Ende April in der Wunderkammer im BOTTA zu sehen. (Foto Marcel Hagen) ich zurückgreifen kann. Da kann ich bestimmte Formen erneuern und wiederholen, ausprobieren und erproben. Später in der Nacht schreibe ich Gedichte, sie entstehen unabhängig vom Bild. Wenn ich das Gefühl habe, dass es passt, gibt es eine Fusion wie bei dem Bild, das ich für das BOTTA ausgewählt habe. Wie fühlt sich dein Atelier an? Wie nützt du es? Ich habe mich in Lustenau sehr gut angepasst und fühle mich wohl. Ich bin jeden Tag in meinem schönen Malraum, er tut mir sehr gut. Ich nütze den ganzen Raum und male überall. In die Fenster habe ich Bilder gehängt, auch an den Wänden hängen Arbeiten bis unter die Decke, viele davon stehen am Boden, die Themen sind wild gemischt, es ist eine Gesamtinstallation. Der Künstler Alexander Waltner hat seit 2017 sein Atelier in Lustenau. (Foto Michael Nussbaumer) Ein Bild, das momentan in der Wunderkammer ausgestellt ist, trägt als Titel ein Gedicht von dir: „im zwischenraum die frau von ungefähr was will ich von mir selbst so schreibe ich gemälde mit den gedanken deiner ansichten was man weiss und vergessen hat wie man war und dann geworden ist“. Besteht für die Lustenauerinnen und Lustenauer die Möglichkeit, dich in deinem Atelier zu besuchen? Ja, ich freue mich über jeden fröhlichen Besuch in meinem Atelier. Die nächste Gelegenheit dafür bietet sich am Freitag, 26. und Samstag, 27.3. jeweils von 14 – 19 Uhr, da stehen die Türen für alle offen. Und wer an einem anderen Tag kommen möchte, kann mich anrufen oder mir eine Nachricht schreiben: 0676/5231428. 12 Nr. 12 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

AUERBE Vom 19. Februar bis 18. April 2021 richtet eine Ausstellung des Historischen Archivs im DOCK 20 den Fokus auf die bis dato noch existierenden Gebäude mit Stickereibezug. Begleitend dazu präsentiert das Lustenauer Gemeindeblatt in einer Artikelserie einige der dort gezeigten Inhalte. Das hier abgebildete 1981 errichtete Stickereigebäude in der Zellgasse 37 wurde als Gemeinschaftsbau konzipiert, um sechs eigenständige Sticklokale zu beheimaten. (Foto Lukas Hämmerle) Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 12 / 21 13

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