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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 16 | Freitag 17. April 2020

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

LUSCHNOU HEBT ZÄMMO

LUSCHNOU HEBT ZÄMMO Liebe Lustenauerinnen und Lustenauer! gesundheit Vier Wochen ist es nun her, dass ich mich zum ersten Mal auf diesem Weg an euch gewandt habe. Es war der Beginn dessen, was als Corona-bedingter »Lockdown« auch in die Geschichte unserer Gemeinde eingehen wird. »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch …« diese hoffnungsvollen Worte von Friedrich Hölderlin habe ich uns damals mit auf den Weg gegeben und sie sollen uns auch in den kommenden Wochen und Monaten ein positiver Wegbegleiter sein. Unsere große Hoffnung, dass die drastischen Maßnahmen Wirkung zeigen, wurde erfüllt, die Zahlen sprechen für sich. Grundlage für diesen ersten wichtigen Teilerfolg im Kampf gegen diesen heimtückischen und gefährlichen Virus war und ist eure große Eigenverantwortung und Selbstdisziplin, aber auch euer Zusammenhalt, eure Hilfsbereitschaft und Solidarität. Dafür möchte ich mich bei Euch allen ganz herzlich bedanken. Bisher wurden nur 30 Lustenauerinnen und Lustenauer positiv auf Covid-19 getestet, davon sind schon mehr als die Hälfte wieder genesen. Das Ziel, das wir uns zu Beginn der Coronakrise gesetzt haben, nämlich die rasante Ausbreitung zu verlangsamen und eines Tages möglichst ganz zu stoppen, haben wir erreicht – aber unter extremen Bedingungen – im »Lockdown-Modus«. Jetzt nach Ostern beginnt eine neue, nicht weniger herausfordernde Phase: die ersten Schritte der Öffnung, insbesondere im Bereich des Handels. Kleine Geschäfte unter 400 m2 konnten schon am Dienstag wieder öffnen, ab Anfang Mai sind dann auch alle anderen Geschäfte wieder offen. Bitte unterstützt weiterhin unsere lokalen Geschäfte, wir alle können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass sie möglichst gut durch die Krise kommen, die sowohl auf der medizinischen Ebene als auch im wirtschaftlichen Bereich noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch wenn weltweit mit Hochdruck an der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gearbeitet wird, wird es auch im besten Fall wohl noch viele Monate dauern, bis entsprechende Mittel verfügbar sind. Mit anderen Worten: Das, was wir jetzt – mitten in der Coronakrise – im Rückblick oder hoffnungsvollen Ausblick als „Normalzustand“ bezeichnen, wird noch länger nicht möglich sein, im besten Fall das Ziel einer schrittweisen Annäherung. Damit diese Schritte gelingen, brauchen wir auch weiterhin viel Selbstdisziplin und eine hohes Maß an Eigenverantwortung. Der Schutz der besonders gefährdeten Menschen hat auch weiterhin höchste Priorität, hier sind wir auch in Zukunft besonders stark gefordert. Gemeinsam haben wir die ersten vier Wochen der Krise gut gemeistert – wir sind auf gutem Weg. Mit viel Selbstdisziplin haben wir es geschafft, dass unser Gesundheits- und Pflegesysteme nicht an ihre Grenzen kommen oder gar völlig überlastet werden. Den Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, die sich in ganz besonderer Weise der Gefahr dieser Pandemie stellen und gegen sie ankämpfen, sind wir zu größtem Dank verpflichtet, für sie haben wir als Gesellschaft auch eine besondere Verantwortung. Die Krise hat sicherlich den Blick dafür geschärft, was hier auch außerhalb von Krisensituationen geleistet wird und auch dafür, wie sehr wir das für allzu selbstverständlich nehmen. Zum Schluss wünsche ich uns allen viel Kraft und Ausdauer für den langen Weg, der vor uns liegt, und wir eines Tages im Rückblick auf diese Krise dankbar und stolz den gestärkten Zusammenhalt, das »Luschnou hebt zämmö« damit verbinden. Euer Bürgermeister Dr. Kurt Fischer Rathausstraße 1 · A-6890 Lustenau · T +43 5577 8181-1200 · gemeindeamt@lustenau.at 6 Nr. 16 / 20 | Lustenauer Gemeindeblatt

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