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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 18 | Freitag 7. Mai 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Die neue

Die neue Langsamverkehrsbrücke über den Rhein soll Radfahrer:innen und Fußgänger:innen gleichermaßen dienen. (Visualisierung Studio Giorgio Masotti) Mobilität Wettbewerbssieger für Fahrradund Fußgängerbrücke gekürt Das Tessiner Ingenieurbüro Giorgio Masotti ist Gewinner des Ingenieurwettbewerbs für die Fahrrad- und Fußgängerbrücke über den Rhein, die Lustenau und Au verbindet. Die fachkundige Jury hat den Entwurf mit dem Titel „Verweilen“ einstimmig unter acht internationalen Einreichungen auf den 1. Platz gereiht und zur Ausführung empfohlen. Die gut 280 Meter lange Fuß- und Radwegbrücke soll beim früheren Lustenauer Zollamt Oberfahr errichtet werden. Die neue Brücke soll 2026 – nach einjähriger Bauzeit – fertiggestellt werden. Flussbauliche und geologische Verhältnisse, die Radwege im Rheinvorland, die Querung der L 203 und die künftigen Freizeitund Erholungsmöglichkeiten durch RHESI – all diese Aspekte berücksichtigt das Siegerprojekt – ein eleganter Entwurf aus Stahl mit Aufenthaltsmöglichkeiten in der Mitte. Von 10. bis 31. Mai sind die prämierten Projekte in Lustenau, im Rathaus-Foyer, Rathausstraße 1, ausgestellt. Siegerprojekt „Verweilen“ Für die Wettbewerbssiegerin, eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung des Ingenieurbüros Giorgio Masotti aus Bellinzona, soll die Brücke „nicht nur ein Steg“ sein, sondern auch zum Verweilen einladen. Sie weitet sich zur Flussmitte hin auf und gewährt Passanten Ausblick auf den Rhein. Dass die Brücke die Aufenthaltsqualität am Rhein steigert, überzeugte auch die 10-köpfige Jury. Positiv bewertete die Jury auch, dass das Projekt auf österreichischer Seite bereits eine Überbrückung der L 203 vorsieht, mit einer Anbindung über die Kirchstraße an das Lustenauer Zentrum. Die künftige Brücke liegt auf drei Stützen, der Überbau besteht aus Cortenstahl, das Geländer ist mit Edelstahlnetzen ausgefacht. Der Belag ist aus Gussasphalt, im Aufenthaltsbereich werden Gneisplatten vom Hinterrhein verwendet. Lustenau und seine Schweizer Nachbargemeinde Au realisieren das Leuchtturmprojekt in einer grenzüberschreitenden Zusammenar- 12 Nr. 18 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

egonnen werden. Für die Bauzeit ist ein Jahr vorgesehen. „Wer das Rheintal zu einem Velotal formen will, muss Verbindungen schaffen und Brücken bauen. Wir freuen uns riesig auf diesen Brückenbau für eine zukunftsfähige Mobilität und sind sicher, dass wir diese Brücke nicht nur mit großer Freude eröffnen, sondern ebenso begehen und befahren werden“, bekräftigen Bürgermeister Kurt Fischer und der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin. Am Standort Oberfahr zwischen Lustenau und Au verband schon einmal eine Brücke über den Rhein (1878 bis 1957) Österreich und die Schweiz. beit. Als wichtigste Fördergeber für das 10-Millionen-Franken-Projekt rechnen die Gemeinden mit dem Land Vorarlberg, dem Kanton St. Gallen und dem Schweizer Bund. Deren Mitfinanzierung wollen sie sich über das sogenannte Agglomerationsprogramm für eine landesübergreifende Verkehrs- und Siedlungsentwicklung sichern. „Die neue Radbrücke ist ein schönes Zeichen dafür, dass der Rhein keine Grenze mehr darstellt, sondern zur Schlagader des gemeinsamen Lebensraums geworden ist“, erklärt Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. „Sie soll auch den vielen Berufspendlerinnen und -pendler in der Region den Umstieg auf das Fahrrad erleichtern.“ Avisierter Baustart 2025 Bei positiver Beurteilung im Agglomerationsprogramm und wenn die Auer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den dafür benötigten Baukredit gutheißen, kann mit dem Bau der Radbrücke 2025 Mobilität Siegerprojekt "Verweilen“ Langsamverkehrsbrücke Lustenau-Au Arbeitsgemeinschaft Studio d'ingegneria Giorgio Masotti (Bellinzona), Straub AG Ingenieure Geoinf. (Chur), LAND Suisse Sagl (Lugano), Orsi & Associati Sagl (Bellinzona) Ausstellung der prämierten Projekte 10. – 31. Mai 2021, Foyer Rathaus ÖFFNUNGSZEITEN: MO – DO: 8 – 12 UHR UND 13.30 – 16.30 UHR, FR: 8 – 12.30 UHR Der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin, Landesrat Johannes Rauch, Architekt Giorgio Masotti und Bürgermeister Kurt Fischer bei der Präsentation des Siegerprojekts in Lustenaus Nachbargemeinde Au. (Foto Miro Kuzmanovic) Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 18 / 21 13

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