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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 2 | Freitag 15. Jänner 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

KUNDMACHUNG über die in

KUNDMACHUNG über die in der 3. Sitzung der Gemeindevertretung am 10.12.2020 gefassten Beschlüsse werden konnte, lag an dem optimalen Zusammenspiel von Gemeinde, Rotem Kreuz und Feuerwehr. Allen Beteiligten auch auf diesem Weg noch einmal ein großes Dankeschön. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass viele Menschen dieses Engagement wertschätzen und nicht für selbstverständlich nehmen. Unsere Aufgabe als Gemeinde ist es auch in Zukunft, unseren Einsatzkräften optimale Rahmenbedingungen zu bieten. Apropos Dank: Vor ziemlich genau einem Jahr, haben wir uns hier im Reichshofsaal im Rahmen von zwei Ehrungsabenden unter dem Motto »Lustenau sagt Danke« bei vielen verdienten Persönlichkeiten unseres Lustenauer Vereinslebens bedankt und sie für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Damals konnte niemand ahnen, wie sehr dieses Vereinsleben, dieses Miteinander engagierter Menschen ein paar Monate später beeinträchtigt werden sollte. Es wurde still in den Probelokalen, auf unseren Bühnen und auf unseren Sportanlagen, dort wo der gesellschaftliche Zusammenhalt, das Miteinander, der Teamgeist sonst so eingeübt und gelebt werden. Viele Wirtschaftsbetriebe standen plötzlich und stehen vor großen Herausforderungen, Menschen verlieren oder bangen um ihre Arbeitsplätze und Kinder, Jugendliche und Pädagoginnen und Pädagogen in unseren Kindergärten und Schulen müssen sich mit völlig neuen, und oft schnell wechselnden Rahmenbedingungen zu Recht finden, und die Eltern sind nicht nur in Zeiten des »Homeschoolings« ebenfalls sehr gefordert. Ganz besonders gefordert sind in dieser Krise alle, die in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern arbeiten. Sie verdienen größten Respekt und Anerkennung. Den Teams unserer beiden Seniorenhäuser und ihrem Geschäftsführer Franz Reich, aber auch den Menschen, die in der ambulanten Betreuung und Pflege arbeiten, ein großes Dankeschön für den großartigen Einsatz. rathaus Ich möchte mit einem positiven Ausblick schließen. Das Jahr 2020 geht zu Ende, es wird wohl für alle von uns in ganz unterschiedlicher Dimension und aus unterschiedlichen Gründen – auch im Rückblick – ein außergewöhnliches, abnormales Jahr sein: 2020, das Jahr ohne Kilbi, ohne Szene Openair, ohne Fest der Älteren, ohne Musifäschtr, ohne Sommer am Platz, ohne unbeschwerter Geselligkeit und freundschaftlichen Umarmungen … für viele auch das Jahr schwerer Verluste, im schlimmsten Fall eines geliebten Menschen. Aber es gab auch positive Momente, berührende Augenblicke. Einen solchen möchte ich noch kurz erwähnen: als gestern die Sinfonietta Vorarlberg hier im leeren Reichshofsaal aufgespielt hat, für einen Livestream im Internet, konnte ich die Freude der Musikerinnen und Musiker spüren und nachempfinden, die nach langer Zeit wieder auf einer Bühne zusammen musizieren konnten. Mit gemischten Gefühlen ging ich nach diesem ungewöhnlichen Weihnachtskonzert nach Hause – mit Wehmut darüber, was wir heuer alles versäumt haben, absagen mussten, aber auch mit einer stillen Vorfreude auf die Zeit, in der wieder vieles möglich sein wird. Nehmen wir die positiven Erfahrungen, die Hoffnungen, Lichtblicke und ermutigenden Augenblicke und Begegnungen mit ins kommende Jahr 2021. Wie singt John Lennon, der im November 80 geworden wäre – ein Jahrgänger meiner Mama – »let’s hope it’s a good one«, – hoffand mr as ischt a guots … Was es bringt, haben wir nicht in der Hand, aber gemeinsam können wir viel Gutes schaffen und bewegen. Für uns in der Gemeindepolitik gibt dieser Voranschlag viele Möglichkeiten, Lustenau im kommenden Jahr gut weiterzuentwickeln und wertvolle Grundlagen für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Möge uns gemeinsam vieles gelingen. Ich wünsche euch allen eine frohe, erholsame und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein gutes, gesundes neues Jahr 2021. Gemeinderätin Christine Bösch-Vetter trägt namens der Grünen Lustenau nachstehenden Generaldebattenbeitrag zum Voranschlag 2021 vor: „Geschätzter Herr Bürgermeister, lieber Kurt, liebe Gemeindevertreter und Gemeindevertreterinnen, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen! Rathausstraße 1 · A-6890 Lustenau · T +43 5577 8181-1200 · gemeindeamt@lustenau.at 14 Nr. 02 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

KUNDMACHUNG über die in der 3. Sitzung der Gemeindevertretung am 10.12.2020 gefassten Beschlüsse Ich tausche mich regelmäßig mit anderen Gemeinde- oder StadtvertreterInnen im Land aus. Vielen Gemeinden hat das vergangene Jahr nicht nur – aber gerade auch budgetär ordentlich zugesetzt. Viele Gemeinden können nicht einmal mehr ihre laufenden Kosten ohne Schulden abdecken. Wir dürfen uns hier herinnen sehr glücklich schätzen, dass wir in einer anderen Lage sind. Ja, wir schnallen den Gürtel enger, aber wir haben trotzdem Luft für Investitionen. Dafür gilt unter anderem dem Leiter der Finanzabteilung, Mag. Klaus Bösch, stellvertretend für die ganze Mannschaft im Rathaus, unser Dank. rathaus Das Land Vorarlberg hat sich, lange bevor eine Pandemie die Koordinaten neu gesetzt hat, das Ziel gesetzt, zum chancenreichsten Land für Kinder zu werden. Das darf keine Worthülse sein, sondern als Auftrag verstanden werden. Lustenau, als einer der im Altersdurchschnitt jüngsten Gemeinden, kommt hier eine besondere Rolle zu. Man sagt nicht umsonst, dass es ein ganzes Dorf brauche, um ein Kind zu erziehen. Starke Kinder, resiliente Kinder, Kinder die gelernt haben, sich auszudrücken, die ihre Talente kennen, die sich wohl fühlen, da wo sie leben, und ja, auch Kinder, die sich trauen unbequem zu sein, sind der größte Schatz einer Gesellschaft. Es freut mich sehr, dass trotz der Ungewissheit, was wirtschaftlich, finanziell und gesellschaftlich noch auf uns zukommt, über alle Fraktionen hinweg ein großes Ziel feststeht: Wir starten im kommenden Jahr mit dem Bau des Campus Rotkreuz. Das sind gute Nachrichten für die Kinder und PädagogInnen, die dort zukünftig einen guten Ort vorfinden werden. Das sind gute Nachrichten für zahlreiche Handwerksbetriebe in der Region, werden doch in Summe rund 40 Millionen investiert, im kommenden Jahr werden es 7 Millionen sein. Das sind gute Nachrichten für die Leute, die im Rotkreuz leben, denn der Ortsteil erhält eine Mitte. Das sind darüber hinaus gute Nachrichten für alle Bildungseinrichtungen in Lustenau, denn Teil des Campus wird auch eine Großküche sein, von der aus alle Bildungseinrichtungen beliefert werden. Die Gemeinde übernimmt hier Verantwortung und sieht gutes, gesundes Essen als Teil der Kultur des Miteinanders, als Teil des Aufwachsens in der Gemeinschaft, als Teil des Lernens und setzt hier einen deutlichen Schritt in Richtung Chancengerechtigkeit. Beiden Vorhaben ist ein jahrelanges grünes Anschieben und Dranbleiben vorangegangen. Es freut uns außerordentlich, dass daraus ein gemeinsames Ziel aller Fraktionen geworden ist. Auch der Ausbau der Kindergärten zu Ganztageskindergärten ist längst ein gemeinsames Ziel. So investieren wir auch im kommenden Jahr 2,2 Millionen Euro in den Kindergarten Am Weiler. Sicher von A nach B zu kommen, egal ob man 8 oder 80 ist, ist ein wesentlicher Bestandteil von Qualität, die ein Ort bieten kann. Im kommenden Jahr wird der Fahrradweg von der Grindelstraße in die Negrellistraße umgesetzt. Wenn dann auch noch die Raiffeisenstraße zur Fahrradstraße verordnet wird, wird das einen Quantensprung für die Hasenfelder, die ins Dorf oder umgekehrt radeln oder gehen, darstellen. Auch der Radweg nach Hard soll endlich fertig gestellt werden. Wir haben gerade eben den Bebauungsplan für das Baufeld West – oder wie die LustenauerInnen sagen – für den Kiesparkplatz beschlossen. Damit setzen wir in den nächsten Jahren einen starken Impuls fürs Zentrum. In vier Gebäuden – errichtet im unter anderem für seine Energiekennzahlen weitum bestaunten „2226 Format“ - entstehen fast 90 Wohnungen, in den Erdgeschossen entstehen Geschäftslokale. Eine Dichte, wie wir sie in Lustenau erst kennenlernen müssen, aber auch verbunden mit einem Park, der zwischen dem Baufeld und der Gärtnerstraße öffentlich zugänglich werden soll. Die vier Häuser an der Kirchstraße kommen ohne die klassische Heizung aus. Hier sehen wir, dass die Energiewende mit vorhandenen Mitteln und vorhandenem KnowHow möglich ist. Weil wir eben diese Energiewende mit voller Kraft vorantreiben müssen und wollen, werden wir im kommenden Jahr die Weichen dafür stellen, dass es für zahlreiche Haushalte und Betriebe in Lustenau möglich werden wird, aus Öl oder Gas Rathausstraße 1 · A-6890 Lustenau · T +43 5577 8181-1200 · gemeindeamt@lustenau.at Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 02 / 21 15

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