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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 21 | Freitag 22. Mai 2020

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Sicherheit Entwurf für

Sicherheit Entwurf für Rhesi-Staatsvertrag übermittelt Die Gemeinsame Rheinkommission hat den Entwurf für den Staatsvertrag ausgearbeitet, der für die Umsetzung von Rhesi notwendig ist. Dieser wurde am Dienstag, den 12. Mai von Landeshauptmann Markus Wallner den Medien präsentiert. Nun geht der Vertragsentwurf an die zuständigen Ministerien in Bern und Wien, die dann in die Detailverhandlungen gehen. Das Projekt ist damit einen wichtigen Schritt weitergekommen. einem gemeinsamen Finanzierungsfonds je zur Hälfte getragen. Weitere Regelungen betreffen Anpassungen an der Infrastruktur, wie etwa Trinkwasserbrunnen oder Brücken. Auch die Projektorganisation und die zukünftige, gemeinsame Instandhaltung und Mit dem Hochwasserschutzprojekt Rhesi soll die Abflusskapazität des Alpenrheins zwischen der Illmündung und dem Bodensee auf 4.300 Kubikmeter pro Sekunde ausgebaut und auf den Oberlauf abgestimmt werden. „Das Rheintal ist ein wichtiger Lebens- und Wirtschaftsraum mit einer Bevölkerung von inzwischen mehr als 300.000 Menschen. Die weitere Verbesserung des Hochwasserschutzes durch das Projekt Rhesi hat daher oberste Priorität für uns. Wir halten am generellen Zeitplan und der Realisierung dieses Projekts selbstverständlich fest“, betonte Landeshauptmann Wallner anlässlich der Medienpräsentation. Wenn Rhesi umgesetzt sein wird, ist Lustenaus Hochwasserschutz deutlich erhöht und wird „Lustenau am Rhein“ noch mehr Lebensqualität bieten. (Visualisierung Rhesi/IRR) Überwachung des Alpenrheins sind festgehalten. Die Verhandlungen werden laut Projektleiter Markus Mähr etwa ein bis zwei Jahre dauern. Danach muss der Staatsvertrag in beiden Ländern wie ein Gesetz beschlossen werden. Erst danach, also frühestens 2024, kann der Baustart erfolgen. Die Bauzeit wird rund 20 Jahre betragen. Landeshauptmann Markus Wallner und die Landesräte Christian Gantner und Johannes Rauch präsentierten am 12. Mai den Rhesi-Vertragsentwurf. (Foto Thomas Mair/VLK) Zentrale Punkte des Staatsvertrages Der neue Staatsvertrag baut auf seine drei Vorgänger auf. Diese bleiben weiterhin gültig und werden durch notwendige neue Regelungen ergänzt. Ein wesentliches Element des Entwurfs ist die Finanzierung des Hochwasserschutzes, die gemeinsam ausverhandelt werden muss. Die Kostenschätzung beläuft sich auf gut eine Milliarde Franken, das entspricht etwa 950 Millionen Euro. Dieser Betrag wird auf 20 Jahre verteilt und von Rhein wird sicherer und naturnaher Für Lustenau hat Rhesi höchste Bedeutung in Punkto Sicherheit und Lebensqualität. Bürgermeister Kurt Fischer unterstreicht das: „Luschnou am Rhin“ – keine andere Gemeinde im Rheintal ist derart mit dem Rhein verbunden, historisch und geographisch. Wenn Rhesi umgesetzt sein wird, ist unser Hochwasserschutz deutlich erhöht. Durch die naturnahe Gestaltung des Flusses wird „Lustenau am Rhein“ an Lebensqualität gewinnen und noch mehr Freizeit-Möglichkeiten bieten.“ 14 Nr. 21 / 20 | Lustenauer Gemeindeblatt

Umwelt Mai ist Schwarmzeit der Bienen Die natürliche Vermehrung von Honigbienen erfolgt durch das Schwärmen. Das Bienenvolk zieht dabei eine neue Königin auf. Kurz vor deren Schlüpfen verlässt die alte Königin mit einem großen Teil ihres Volkes die Behausung. Wer einen solchen Schwarm, der mehr als 10.000 Bienen umfassen kann, entdeckt, meldet sich bitte bei einem örtlichen Imker. Das Bienenvolk sucht zunächst in unmittelbarer Nachbarschaft einen Sammelplatz und bildet an einem Baum oder Strauch eine Schwarmtraube. So werden Schwärme meistens wahrgenommen. Von der Schwarmtraube werden einige hundert Kundschafter losgeschickt, die in der weiteren Umgebung nach einer geeigneten Nistmöglichkeit, beispielsweise einer Baumhöhle, aber auch leeren Mostfässern, suchen. Dauert dies zu lange, lässt sich der ganze Schwarm in größerer Entfernung nieder. Die Imker versuchen, durch Auslese Königinnen zu züchten, die einen geringeren Schwarmtrieb haben. Auch Maßnahmen wie die Brutentnahme oder Kontrolle auf Weiselzellen tragen dazu bei, den Abgang von Schwärmen zu verhindern. Schwärme gezüchteter Honigbienen, die nicht eingefangen werden können und in „wilden“ Unterkünften einziehen, sind im Winter oft nicht überlebensfähig. Jeder kann helfen „Wer einen Bienenscharm wahrnimmt, soll bitte möglichst rasch einen Imker verständigen. Für das Einfangen eines Bienenvolkes bleiben nur ein paar Stunden Zeit. Ist es einmal in einer neuen Behausung eingezogen, kommt der Imker nur sehr schwer an die Königin heran und das Einfangen gelingt nur selten. Das Beobachten, wie so ein Schwarm vom Imker eingefangen wird, macht aus geringer Entfernung Spaß“, appelliert Martin Alfare, der Obmann des Bienenzuchtvereins. Umwelt Bienenschwärme Bienenzuchtverein Lustenau Obmann Martin Alfare Info-Hotline: 0664 6255526 Der Mai ist Schwarmzeit: In einer einzigen Traube können über 10.000 Bienen versammelt sein. (Foto Bienenzuchtverein) Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 21 / 20 15

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