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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 22 | Freitag 4. Juni 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Zusammen.Leben

Zusammen.Leben Einsamkeit und ihre vielfältigen Facetten Das Projekt „LE.NA – Lebendige Nachbarschaft“ beschäftigt sich intensiv damit, mehr Bewusstsein zu schaffen für Einsamkeit. Ein Thema, das immer noch stark tabuisiert ist. Mit dem Lustenauer Nachbarschaftsbuch wird zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen, um Einsamkeit zu durchbrechen. Einsamkeit und das bewusst gewählte Alleinsein unterscheiden sich. Bewusst gewählt, kann es einen wertvollen Freiraum zu Selbstentfaltung, Naturerlebnis und spiritueller Erfahrung bieten. Einsamkeit dagegen kann schmerzhafte Isolation und Abgeschiedenheit bedeuten. Einsamkeit ist keine Frage des Alters. Alle Bevölkerungsschichten sind davon betroffen. Einsamkeit ist keine Krankheit, kann aber krank machen. Insbesondere kann Einsamkeit das Immunsystem schwächen und das Herz-Kreislaufsystem schädigen. Ältere, sozial zufriedene Menschen sind körperlich wesentlich aktiver als jene Älteren, die sich einsam fühlen. Menschen mit gut funktionierenden Beziehungen haben eine bis zu 50 Prozent höhere Chance, alt zu werden. Genau deshalb lohnt es sich einander zu beachten, sich kennenzulernen und sich gegenseitig Hilfe anzubieten. „Es braucht eine Enttabuisierung und mehr gesellschaftliches Bewusstsein für das Thema Einsamkeit. Das würde einerseits das Bewusstsein für dieses Thema und die Menschen, die darunter leiden, schärfen. Andrerseits würden Betroffene vielleicht eher Hilfe suchen und darüber reden wollen“, betont Ingrid Böhler, Initiatorin des Projektes „LE.NA“ bei der Pfarrcaritas. Von der Idee überzeugt sind die Gemeinderätinnen Susanne Andexlinger (Soziales und Gesundheit) und Eveline Mairer (Zusammenleben): „Durch das Nachbarschaftsbuch schaffen wir ein Angebot, damit Nachbarn aufeinander zugehen und so vorhandener Einsamkeit im nahen Umfeld entgegenwirken.“ Das Projekt „LE.NA“ wird gefördert durch den Fonds gesundes Österreich. Zusammen.Leben Nachbarschaftsbuch Holen Sie sich jetzt das neue Nachbarschaftsbuch – es winkt eine gefüllte Brezel für die ganze Nachbarschaft. Bürgerservice, Rathausstraße 1 Mo bis Do von 8 - 12 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr Fr von 8 - 12 Uhr Servicestelle für Betreuung und Pflege, Schützengartenstraße 10a Mo bis Fr von 8 - 12 Uhr Pfarrbüro Hasenfeld, Pestalozziweg 3 Mo von 8 - 11 Uhr und 17 - 19 Uhr Mi und Do von 8 - 11 Uhr Pfarrbüro Kirchdorf, Pfarrweg 5 Mo bis Fr von 8.30 - 11.30 Uhr Do von 17 - 19 Uhr Pfarrbüro Rheindorf, Maria-Theresien-Straße 85 Mo bis Fr von 7 - 12.30 Uhr ATIB Lustenau - Hacı Bayram, Tavernhofstraße 17a Mo bis Fr von 13 - 18 Uhr Maria Hämmerle und Heinz Kogler wollen mit dem Nachbarschaftsbuch ihre Nachbarschaft beleben. 8 Nr. 22 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Menschen 100 Jahre Kouscho Tauni Anton Grabher, in Lustenau als Kouscho Tauni bekannt, hat am 6. Mai den 100. Geburtstag gefeiert. Geboren wurde er in der Binsenfeldstraße 1. Heute lebt er mit seiner Frau Karoline in deren Elternhaus in der Brändlestraße 25. Die beiden sind seit 8. Mai 1948, also sage und schreibe 73 Jahre lang verheiratet. Bürgermeister Kurt Fischer nützte diesen Anlass, um persönlich seine Glückwünsche zu überbringen. Als kleines Geschenk überreichte er dem Jubilar ein Blättli-Exemplar, in dem seine Geburt angekündigt wurde und den Katalog zur Ausstellung über die Lustenauer Stickerhäuser. Das Wohnhaus von Anton und Karoline Grabher beherbergt eine ehemalige Stickerei und ist auch in diesem Katalog vertreten. Im Jahre 1921 wurden Geburten noch im Gemeindeblatt verlautbart. Anton Grabher, genannt „Kouscho Tauni“ feierte am 6. Mai seinen 100. Geburtstag. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 22 / 21 9

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