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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 25 | Freitag 25. Juni 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Bildung Mit dem

Bildung Mit dem „Leuchtturm“ zum Pflichtschulabschluss Ein Pflichtschulabschluss ist die Grundlage für einen erfolgreichen Weg ins Berufsleben. Um einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu erhalten oder eine höhere Schule zu besuchen, ist ein Pflichtschulabschluss notwendig. Am 20. September 2021 startet der nächste Kurs. Interessierte Jugendliche können sich ab sofort anmelden. Seit 1994 bieten die Dornbirner Jugendwerkstätten mit der Partnerschule VMS Lustenauerstraße in Dornbirn Vorbereitungskurse für den Pflichtschulabschluss an. „Der Pflichtschulabschluss ist eine große Chance für den nächsten Schritt in den Arbeitsmarkt oder in eine Aus- und Weiterbildung“ motiviert Jugendwerkstätten-Geschäftsführer Elmar Luger Jugendliche, sich für einen Pflichtschulabschluss im 2. Bildungsweg zu entscheiden. Bildung Leuchtturm Teilnahme auch für Lustenauer Jugendliche Auch Lustenaus Jugendliche können das Angebot in Anspruch nehmen, so haben im letzten Jahr rund 30 junge Lustenauerinnen und Lustenauer ihren Pflichtschulabschluss nachgeholt. Anmeldung sind ab sofort bei Kursleiterin Stefanie Helm möglich: „Junge Menschen werden in einer Intensivlerngruppe auf die einzelnen Prüfungen vorbereitet. Innerhalb von sechs Monaten werden wöchentlich 16 Stunden abgehalten, um die Jugendlichen optimal auf die Prüfungen vorzubereiten.“ Als Aufnahmevoraussetzungen gelten ein Mindestalter von 16 Jahren, gute Deutsch- und grundlegende Englischkenntnisse, ein persönliches Gespräch mit der Kursleiterin und vor allem die eigene Motivation. Soziale Kompetenzen und Chancengleichheit In den Kursen geht es nicht nur um reines Stoff-Pauken, sondern auch um soziale Aspekte, wie Elmar Luger berichtet: „Der Leuchtturm zeichnet sich besonders durch seine soziale Kompetenz und den Fleiß der Lernenden aus. Respekt und Chancengleichheit sind hier keine Schlagworte. Sie werden aktiv gelebt. Durch jugendgerechte Methoden, modernste Ausstattung und einer kompetenten Begleitung wird der Lernhunger geweckt. Wir freuen uns auf viele wissbegierige Jugendliche!“ Vorbereitungskurs Pflichtschulabschluss KURSSTART: 20. SEPTEMBER 2021 Voraussetzungen: Aufnahmegespräch, gute Deutschkenntnisse, grundlegende Englischkenntnisse, Mindestalter 16 Jahre, Motivation Leuchtturm, Stefanie Helm leuchtturm@schule.at T 0676 833 068 884 Mit dem Leuchtturm-Vorbereitungskurs in sechs Monaten zum Pflichtschulabschluss. (Foto Dornbirner Jugendwerkstätten) 18 Nr. 25 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Sport Glückliche Schwimmerinnen und Schwimmer sagen: „Danke!“ 43 Jahre lang brachte Herbert Jurkowitsch Lustenauer Kindern ehrenamtlich das Schwimmen bei. Insgesamt 6.000 waren es, hat er hochgerechnet. Sein Verdienst: Glückliche Schwimmerinnen und Schwimmer, dankbare Eltern und Großeltern, wo immer er hinkommt und die Fitness eines Profisportlers. Jetzt zieht sich der Schwimmlehrer aus Leidenschaft mit 70 Jahren zurück und übergibt sein Ehrenamt in jüngere Hände. Zwei Lehrerinnen werden die Schwimmkurse fortführen. an der Zeit, aufzuhören“. Die nächste Generation von Schülerinnen und Schülern wird nun von zwei jungen Pädagoginnen das Schwimmen lernen. Herbert Jurkowitsch hat in seiner Freizeit unzähligen Lustenauer Kindern das Schwimmen beigebracht. Franz Kullich (Sportabteilung), Sportreferent Mathias Schwabegger und Bürgermeister Kurt Fischer bedanken sich für sein jahrzehntelanges Engagement. Wenn man Herbert Jurkowitsch Jahrzehnte nach dem eigenen Schwimmkurs trifft und einen augenblicklich ein Gefühl von Vertrauen überkommt, weiß man, dass der Schwimmlehrer etwas Grundlegendes beim Schwimmen perfekt vermitteln konnte. Unzählige Kinder aus dem Rotkreuz, Rheindorf und Hasenfeld erinnern sich an ihren ehemaligen Schwimmlehrer und seine einfühlsame und motivierende Art, ihnen in dem kleinen Schwimmbad der Mittelschule Rheindorf das Schwimmen zu lernen. Ihr Vertrauen ins Wasser und ihren Schwimmlehrer ließ viele der ehemaligen Schülerinnen und Schüler später die eigenen Kinder in den Schwimmunterricht zu Herbert Jurkowitsch schicken. So konnte er zwei Generationen von Lustenauerinnen und Lustenauern das Schwimmen beibringen: „Meine ehemaligen Schülerinnen und Schüler kamen mit ihren Kindern und die Mütter von früher mit ihren Enkelinnen und Enkeln“, erzählt er freudig. „Ich hab’s gerne gemacht, aber mit 70 ist es Mit der bestandenen Rettungsschwimmerprüfung 1975 hat die Schwimmlaufbahn von Herbert Jurkowitsch ihren Anfang genommen. „Schwimmen war schon immer meine große Leidenschaft“, erzählt der sportliche Senior von den ersten Berührungspunkten mit dem Schimmsport bei einem Kurs bei der Wasserrettung als 14-Jähriger. Als er mit 24 die Rettungsschwimmerprüfung absolvierte, hatte Herbert Jurkowitsch noch ganz andere Pläne: „Als junger Bursche wollte ich mit einem Freund aufs Schiff“, erinnert sich der gebürtige Steirer und lacht: „Schließlich bin ich am Weg dorthin in Vorarlberg bei der Zollwache hängengeblieben.“ Auch zu den Schwimmkursen in Lustenau kam er durch Zufall. „Die Frau meines früheren Chefs war im Elternverein und hat mich gefragt, ob ich nicht Kindern das Schwimmen beibringen möchte.“ Daraus wurden schließlich 43 Jahre lang Schwimmkurse für mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler. Auch wenn Herbert Jurkowitsch nun keine Schwimmkurse mehr gibt, sportlich ist er nach wie vor unterwegs. Waren es früher der Kilimandscharo oder der Mount Kenya in Afrika, so gehören heute Genusswanderungen mit der Familie im Ländle zu Herberts liebsten Freizeitbeschäftigungen. Und natürlich wird er viel Zeit am Bodensee verbringen, denn auch dem jüngsten der vier Enkelbuben will der Opa und Schwimmlehrer aus Leidenschaft noch das Schwimmen beibringen. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 25 / 21 19

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