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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 25 | Freitag 25. Juni 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Tiefbau/Mobilität

Tiefbau/Mobilität Grütt-, Sand- und Badlochstraße auf Hochglanz gebracht 2017 konnte nach insgesamt 60 Baujahren der Ausbau der Ortskanalisation abgeschlossen werden. Nahtlos daran anschließend, wurde mit der Sanierung der ältesten Kanalabschnitte Lustenaus gestartet, so wie vor einem Jahr im nördlichen Teil der Gemeinde, im Grütt/Sand/Badloch. Erneuerung der Wasserversorgung im BA 38: Grütt-, Sand,- Badlochstraße „Die bestehenden Wasserversorgungsleitungen stammten größtenteils aus den Jahren 1956 bis 1959. Ein vermehrtes Auftreten von Rohrbrüchen und dadurch von Wasserverlusten machte das gegenständliche Projekt, den BA 38, notwendig“, berichtet Wasserwerksleiter Michael Bösch: „In der Grütt- und Sandstraße wurden bisher 1.135 Laufmeter Wasserhauptleitungen verlegt. Die bestehenden vier Feuerlöschhydranten wurden erneuert und durch zusätzliche acht Hydranten ergänzt, sodass die Feuerwehr im Einsatzfall eine optimale Anordnung der Hydranten vorfindet.“ Außerdem wurden sämtliche Wasserhausanschlüsse, insgesamt 106 Objekte mit einer Gesamtlänge von 2.750 Laufmeter, in diesen beiden Straßenzügen erneuert. Die anfallenden Kosten der Erneuerung, ca 1 Million Euro, trägt die Marktgemeinde Lustenau, gefördert von Land und Bund. Den Hauseigentümer:innen sind durch die Baumaßnahmen keine Kosten entstanden. Kanalisation saniert Nicht erneuert, sondern grundlegend saniert wurde die Kanalisation in der Grütt-, Sand-, Badloch- und Teilen der Augartenstraße. „Mittels Robotertechnik wurden die Rohre auf einer Gesamtlänge von ca. 4.4 Kilometern und ca. 250 Schächte saniert. Hier belaufen sich die Gesamtkosten auf netto € 545.000,- Euro, ebenfalls vom Land und Bund gefördert“, berichtet Projektleiter Peter Buschta aus dem Tiefbau der Marktgemeinde. Der für Tiefbau und Wasserversorgung zustän- Testfahrt auf der neuen Fahrradstraße im Grütt: Theo Blaser, Tiefbaugemeinderat Martin Fitz, Leanne Maree (Planung), Peter Buschta (Tiefbau), Bürgermeister Kurt Fischer, Wasserwerksleiter Michael Bösch, Mathias Blaser (Vorsitzender Mobilitätsausschuss), Carina Niedermair (Mobilität) und Oskar Blaser 8 Nr. 25 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

dige Gemeinderat Martin Fitz über den erfolgreichen Verlauf der Arbeiten: „Erfreulich ist, dass die Sanierungsarbeiten mittels Robotertechnik durch eine Inliner- Verlegung kostengünstiger und ohne zusätzliche Grabarbeiten durchgeführt werden konnten. In der Wasserversorgung starten jetzt die vorgesehenen Arbeiten für die neuen Hauptwasserleitungen und die Erneuerung der Hausanschlüsse in der Badlochstraße. Die nächsten Erhaltungsmaßnahmen der Kanalisation im BA 62 werden in der Augartenstraße durchgeführt. Nur durch regelmäßige Investitionen in unser Leitungs- u. Kanalnetz bleibt unsere Infrastruktur auf einem „verlässlichen“ Stand und garantiert weiterhin unsere Versorgung in gewohnter Qualität!“ Fahrradfreundlich und sicher: Grütt- und Sandstraße Nach den Sanierungsarbeiten wurde die Grütt- und Sandstraße auf 1,1 Kilometern mit einem neuen Deckbelag versehen und von der Kreuzung beim Restaurant Panda bis zur Kreuzung bei der Fabrik umgestaltet, zur Fahrradstraße erklärt und damit verkehrsicherer gemacht. Gehsteigseitig sorgen neue Bäume und Pflanzinseln für eine bessere Aufenthaltsqualität und gute Luft. Die Fahrradstraße mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ist dem Anrainer-PKW-Verkehr vorbehalten, eine Durchfahrt als Schleichweg soll damit unterbunden werden. In der Sandstraße wurde ein neuer Gehsteig auf einer Länge von 420 Meter neu errichtet. belaufen sich auf rund 540.000,- Euro brutto. Bei Umlegung der Landesradroute auf die Grütt und Sandstraße ist eine Förderung von 50 % durch das Land Vorarlberg zu erwarten. Wichtige Radlerroute vom Süden in den Norden der Gemeinde Die wichtige Radlerroute führt parallel zur vielbefahrenen Bahnhofstraße vom Lustenauer Hof über das Grütt und weiter über die Bahnhofstraße und Höchster Straße zum Bahnhof. Von dort geht’s – wenn man möchte - weiter nach Höchst oder über den neuen Radweg nach Hard an den Bodensee. Bürgermeister Kurt Fischer und Mathias Blaser, der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses, freuen sich: „Verkehrsflächen sollen mehr als graue Asphaltbänder für Autos sein, um möglichst schnell von A nach B zu gelangen, mit Nachrang für alle anderen Verkehrsteilnehmer:innen. Straßen sind auch Aufenthaltsflächen und - immer mehr - Begegnungszonen, die Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, dem Öffentlichen und dem Autoverkehr gleichen Platz einräumen. Wir haben die Grütt- und Sandstraße verkehrsberuhigt und gleichzeitig für Anrainer:innen und Radfahrer:innen aufgewertet. Damit bevorzugen jetzt zwei Fahrradstraßen den sanften Radverkehr auf wichtigen Verbindungsachsen durch Lustenau. Weitere, sorgfältig geplante und ansprechend gestaltete Fahrradachsen werden folgen.“ Ausführende Firmen: Baumeister: Rhomberg Bau Leitungsverlegung: durch die Mitarbeiter des Wasserwerks Bauleitung: Büro WASSERPLAN, Hohenems Kanalsanierung: HF Rohrtechnik, Linz Gärtner: Philipp Alge Gartenbau Zweite Fahrradstraße nach dem Schützengarten: Es gilt 30 km/h, der Autoverkehr ist für Zu- und Abfahrten gestattet, Radfahrer dürfen nebeneinander fahren. (Fotos Miro Kuzmanovic) Die Straßenbeleuchtung mit 49 Lichtpunkten wurde auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Und ein besonders wichtiger Aspekt in Zeiten des Klimawandels: Gepflanzt wurden 35 Bäume, davon drei Linden und 32 Wildbirnenbäume, 2.600 Stauden und Gräser sowie 3.600 Narzissen. Diese haben heuer im April für eine erste Augenweide gesorgt. Für eine hohe Verkehrssicherheit sorgen auch zwei mobile Radarstandorte und die Einengung und Anhebung der Kreuzungspunkte. Die Gesamtkosten für die Straßenbauarbeiten Auf Fahrradstraßen darf man nebeneinander radeln. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 25 / 21 9

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