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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 27 | Freitag 9. Juli 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Bildung Bücher wachsen

Bildung Bücher wachsen nicht auf Bäumen „Bücher wachsen nicht auf Bäumen“ lautete das Jahresthema im Kindergarten Brändle und die Kindergartenpädagoginnen haben mit einem kreativen, bunten Programm geschafft, bei den Kindern die Lust an Büchern zu wecken. „Wer schon als kleines Kind vorgelesen bekommt, in Büchern blättert, damit hantiert und sie anschauen kann, wird einen positiven Bezug dazu entwickeln. In Büchern ist alles möglich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, wissen die Kindergartenpädagoginnen aus Erfahrung. Fantasie war auch gefragt, bei der Programmgestaltung, wie Eva Hofer berichtet: „Weil wir keinen Ausflug machen konnten, hat die Bibliothek Lustenau dankenswerterweise extra einen Film gedreht und den Bibliotheksalltag erklärt. Danke für diesen tollen Einblick! Auch die Buchdruckerei Lustenau war von unserer Idee einer digitalen Exkursion begeistert und hat uns ebenfalls ein Video zur Verfügung gestellt.“ Papierschöpfens kennen, mit der altes Papier geschreddert und eigeweicht und daraus neues geschöpft wird. Anschließend ging es gemeinsam daran, die Fantasie spielen zu lassen und eine Geschichte für das Buch zu erfinden. Schließlich wurden aus vielen bunten Zeichnungen und kreativen Bildern auch noch die Szenen für die Geschichte gestaltet. „Voll Tatendrang, mit viel Fantasie und Freude haben die Kinder ihr eigenes Bilderbuch produziert. Darauf sind sie mächtig stolz und wissen jetzt aus erster Hand – Bücher wachsen wirklich nicht auf Bäumen“, freuen sich die Pädagoginnen über das kreative Ergebnis. Ein neues Buch entsteht In der Gruppe warf ein kleines Theaterstück die Frage auf, was es alles braucht, um ein Buch herzustellen. „Herrlich witzig erspielten sich die Kinder die Antworten auf diese Frage“, erzählt Eva Hofer. Das Ergebnis: Es braucht Papier, eine Geschichte und Bilder. Nach dem Motto „Wiederverwenden statt verschwenden“ lernten die Kinder die Technik des Bunte, kreative Bilder zieren das selbstgemachte Buch der grünen Gruppe vom Kindergarten Brändle. Der eigens von der BuLu gedrehte Film über das Drucken faszinierte die Kinder. 20 Nr. 27 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Soziales „Online war super, doch live ist noch viel besser!“ Sieben Monate lang trafen sich wöchentlich Seniorinnen und Senioren online in einem virtuellen Raum. Vergangene Woche war es nun das erste gemeinsame Live-Treffen möglich. Dieses führte die humorvolle Truppe ins Angelika- Kauffmann-Museum nach Schwarzenberg mit abschließendem Hock in einem richtigen Kaffeehaus. Initiiert wurde die Idee im Dezember von der Aktion Demenz Vorarlberg. Ursprünglich war das Angebot für Menschen mit Demenz gedacht, da gerade ihnen durch die Lockdown-Maßnahmen viele soziale Kontakte verloren gingen. Mit der Zeit zeigte sich, dass Seniorinnen und Senioren das Online-Café gerne in Anspruch genommen haben. „Ganz egal ob mit oder ohne Demenz, es war einfach schön einmal in der Woche einen Fixtermin zu haben und sich auf etwas freuen zu können“, erzählen sie. Führung durch die Ausstellung „Nach Italien! Angelika Kauffmann und die Grand Tour“. Kreative Idee ermöglichte coronakonforme Treffen „Offen für Teilnehmende aus allen 96 Vorarlberger Gemeinden bildete sich relativ schnell eine Gruppe aus Lustenau, die konstant jeden Mittwochnachmittag, pünktlich um 15 Uhr mit dem Kaffee vor dem Computer saß“, berichtet Silvia Benz, die federführend an der Umsetzung dieses Projektes mitwirkte. „Die Seniorinnen und Senioren kannten sich teilweise bereits von früher, erzählten es weiter und so stießen immer wieder neue Interessierte dazu. Mit etwas Unterstützung klappte auch der Einstieg in die virtuelle Welt und so wurde 90 Minuten online über ein Thema geplaudert, Erinnerungen ausgetauscht und zusammen viel gelacht.“ Sich endlich persönlich treffen Mit der Zeit tauchte natürlich der Wunsch auf, sich persönlich zu treffen. Da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Café 96 aus Lustenau und der nahen Umgebung stammten, verlief die Planung sehr unkompliziert. Die Idee ins „Angelika-Kaufmann- Museum“ nach Schwarzenberg zu fahren entstand gemeinsam bei einem Online-Treffen und die Lockerungen machten es nun möglich. Mit Unterstützung von Angehörigen starteten vergangene Woche Fahrgemeinschaften in Richtung Ausflugsziel. Beim abschließenden gemeinsamen Einkehrschwung zurück in Lustenau waren sich alle einig: „Online war super, doch live ist noch viel besser!“ Gespannt wurde den Erzählungen der Kuratorin aus dem Leben von Angelika Kauffmann gelauscht. Sichtlich groß war die Freude bei allen, sich endlich persönlich zu treffen. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 27 / 21 21

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