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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 4 | Freitag 29. Jänner 2021

Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Rathaus Gemeinderäte im

Rathaus Gemeinderäte im Porträt Der Lustenauer Gemeindevorstand besteht aus acht Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, denen der Bürgermeister die jeweiligen Ressorts zur Erledigung übertragen hat. Die neuen Gemeinderäte stellen sich hier im Porträt vor. Gemeinderätin Julia Bickel Aufgaben: alle Angelegenheiten rund um Kinder, Jugend und Familie und neu für die Digitalisierung Alter: 31 Beruf: Bankangestellte (in Karenz) Familie: Mann (Christian) und zwei Kinder (Elena 3, Lara 1) Hobbys: „Steagala“ am Schweizerberg, die Natur mit der Familie genießen Ihr persönliches Motto: Um klar zu sehen, reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung Partei: Lustenauer Volkspartei von Üsr Luschnou mitzuwirken und konnte mich dann gleich als Gemeinderätin einsetzen lassen. Was reizt Sie an der Aufgabe, im Lustenauer Gemeindevorstand mitzubestimmen? Lustenau liegt mir am Herzen. Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich in unserer Gemeinde sehr wohl. Daher empfinde ich es auch als Privileg, im Gemeindevorstand mitzuwirken. Ich bin damals mit 26 Jahren gestartet und denke, dass es auch wichtig ist, eine jüngere Generation im Gemeindevorstand zu vertreten. Was sind Ihre Ziele in den kommenden fünf Jahren? In den letzten Jahren waren wir in den Vorbereitungen für eine neue Jugendstrategie. Wir haben die Vision „Jugendstrategie 2025“ und ich freue mich sehr, dass wir nun dieses Jahr endlich zur Umsetzung mit allen Beteiligten kommen. Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld ist die Umsetzung des Spielraumkonzeptes. Die Spielplätze in Lustenau sind wichtige Begegnungsorte für Groß und Klein und müssen weiterentwickelt und gepflegt werden. In dieser Legislaturperiode wurde mir auch Digitalisierung als Handlungsfeld vom Bürgermeister übertragen. Daher ist es auch in diesem doch großen Thema wichtig, neue Standards und Prioritäten für die nächsten Jahre zu setzen. Was wollen Sie ganz konkret für Lustenau tun? Eine rundum familienfreundliche und familientaugliche Umgebung ist mir wichtig. Daher möchte ich mich auch für die nächsten vier Jahre für meinen Bereich einsetzen und vor allem die Wichtigkeit der Kinder- und Jugendarbeit in den Vordergrund rücken. Welches Projekt werden Sie als Gemeinderätin als erstes in Angriff nehmen? Wie bereits erwähnt, startet die Umsetzung der neuen Jugendstrategie, die auch Umbauarbeiten in der Dornbirnerstraße 19 beinhaltet. Hier wird ein neuer Raum der Begegnung für Jugendliche und für die Bevölkerung von Lustenau geschaffen. Familiengemeinderätin Julia Bickel (Foto Lukas Hämmerle) Seit wann sind Sie politisch tätig? Im Jahr 2014 wurde ich gefragt, ob ich Interesse hätte, Lustenau mit Kurt Fischer und seinem Team weiterzudenken. 2015 hab ich mich dann dazu bereit erklärt, das erste Mal auf der Liste Wie verträgt sich Ihre politische Tätigkeit mit Ihrem Privatleben? Meine politische Tätigkeit war immer schon mit meinem Mann gut abgestimmt. Es ist für mich eine Tätigkeit, in der ich mich neben meiner Leidenschaft, Mutter zu sein, auch entfalten und weiterentwickeln kann. 10 Nr. 04 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Rathaus Gemeinderäte im Porträt Der Lustenauer Gemeindevorstand besteht aus acht Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, denen der Bürgermeister die jeweiligen Ressorts zur Erledigung übertragen hat. Die neuen Gemeinderäte stellen sich hier im Porträt vor. Gemeinderätin Christine Bösch-Vetter Aufgaben: Klimaschutz, Umwelt, Abfall, Energie, Gewässerrenaturierung Alter: 38 Beruf: Direktorin des Grünen Landtagsklubs Familie: verheiratet mit Felix, 3 Kinder Hobbys: Brotbacken, Wildbienen und andere Insekten beobachten, Gartenarbeit Ihr persönliches Motto: „Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen.“ Greta Thunberg Partei: Die Grünen Was reizt Sie an der Aufgabe, im Lustenauer Gemeindevorstand mitzubestimmen? Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimaerhitzung zu spüren bekommt, aber gleichzeitig sind wir die Letzten, die noch etwas dagegen unternehmen können. Ich will dafür Sorge tragen, dass auch Lustenau seinen Beitrag zum Schutz des Klimas leistet. Das sind wir den Generationen, die nach uns kommen, schuldig. Ihnen ein lebenswertes Lustenau zu hinterlassen, muss unser aller größtes Ziel sein. Was sind Ihre Ziele in den kommenden fünf Jahren? Viele LustenauerInnen haben heute noch eine Öl- oder Gasheizung und überlegen sich, welche ökologischeren Möglichkeiten es für sie gäbe. Mein Ziel ist es, dass Lustenau in fünf Jahren ein leistungsstarkes Fernwärmenetz bekommt und damit viele Lustenauer Haushalte und Betriebe leistbare und saubere Energie beziehen können. Immer mehr Kinder essen mittags in der Schule oder im Kindergarten. Eine gesunde Mahlzeit aus Lebensmitteln aus der Region ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Gleichzeitig stärken wir die regionale Lebensmittelproduktion und vermeiden lange Transportwege. Das stellen wir in den nächsten zwei Jahren um. Was wollen Sie ganz konkret für Lustenau tun? Lustenau hat sehr viele engagierte Menschen mit tollen Ideen für mehr Lebensqualität für Jung und Alt. Sie zu vernetzen, ihnen Stimme zu geben und mit ihnen gemeinsam Ideen umzusetzen, ist meine Leidenschaft. Welches Projekt werden Sie als Gemeinderätin als erstes in Angriff nehmen? Wir werden noch im Frühling die Grundlagen dafür schaffen, dass Fernwärmenetzwerke in Lustenau umgesetzt werden können. Das ist ein Meilenstein für den Klimaschutz. Umweltgemeinderätin Christine Bösch-Vetter (Foto Stefanie Lässer) Seit wann sind Sie politisch tätig? Ich bin seit 2005 bei den Lustenauer Grünen aktiv, seit 2012 bin ich Mitglied des Gemeindevorstandes. Wie verträgt sich Ihre politische Tätigkeit mit Ihrem Privatleben? Als Politikerin braucht man eine dicke Haut – dafür habe ich mich bewusst entschieden. Mein Engagement hat gelegentlich auch negative Auswirkungen auf meine Familienmitglieder, weil politische Mitbewerber oder Bürger sie spüren lassen, dass sie mit meinem Tun oder meinen Haltungen nicht einverstanden sind. Ich sage es ganz ehrlich, das ist nicht immer nur einfach. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 04 / 21 11

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