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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 42 | Freitag 16. Oktober 2020

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Wirtschaft Mietfreies

Wirtschaft Mietfreies „Freiraum“-Büro gestartet Zahlreiche Gäste folgten am Donnerstag, den 8. Oktober der Einladung zur feierlichen Eröffnung des neuen „Freiraums“ in der Fabrik Lustenau in der Rheinstraße 26-27. Die aktuelle Wirtschaftskrise war für Standortentwickler Franz Rüf Anlass, ein Förderprogramm für kleine Unternehmen ins Leben zu rufen. Diese können sich ab sofort auf www.fabrik-lustenau.at um ein mietfreies Jahr bewerben. Zur Eröffnung des neuen „Freiraums“ wurden die Gäste im Innenhof der Fabrik empfangen. Anschließend waren sie eingeladen, einen Blick in die neuen Büros zu werfen und – selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Regeln – auf die Zukunft des Freiraums anzustoßen. Das Restaurant Olive begeisterte mit mediterranen Häppchen und feinen Weinen. Mietfreies Jahr als Starthilfe Im „Freiraum“ wird die Miete für einen Arbeitsplatz im ersten Jahr von Franz Rüf übernommen, die Firmen zahlen lediglich einen Betriebskosten-Anteil. Er erhofft sich, auf diese Weise Betriebe zu finden, die langfristig gut in die Fabrik passen. „Ich glaube an die Stärkung des Einzelnen durch die Gemeinschaft“, so Rüf. „Die Fabrik ist ein beinahe familiärer Arbeitsraum mit vielen langjährigen Mietern. Manchen von ihnen haben wir auf Wunsch Räumlichkeiten verkauft. Somit gibt es statt häufigem Wechsel ein stabiles Netzwerk. Man spürt, dass die Stimmung in der Fabrik sehr positiv ist.“ Höhenverstellbare Tische aus Eschenholz Der „Freiraum“ umfasst komplett eingerichtete Büros mit Nutzung einer attraktiven Infrastruktur. Robert Rüf, Designer aus Wien mit Bregenzerwälder Wurzeln, hat zusammen mit Martin Schnabl (bE Studio) die Inneneinrichtung entworfen. Es sind Möbel aus Vollholz und anderen ökologischen Materialien wie etwa Filz, die ausschließlich von heimischen Handwerkern gefertigt wurden. Alle Tische sind höhenverstellbar, die Schränke sind absperrbar. Die Firmen beziehen ihren Strom von der hauseigenen Fotovoltaikanlage. Zehn Unternehmen haben ab sofort die Chance auf ein mietfreies Jahr im neuen „Freiraum“ der Fabrik Lustenau. (Fotos Christoph Gilhaus) 10 Nr. 42 / 20 | Lustenauer Gemeindeblatt

Friedenskaffeelounge Insgesamt stehen rund 200 Quadratmeter auf der Etage über dem Restaurant Olive zur Verfügung, die Fläche ist in vier Räume gegliedert. Es gibt einen schönen Besprechungsraum mit großem Multimedia-Bildschirm und höhenverstellbarem Besprechungstisch, einen hochwertigen Drucker und leistungsstarkes Internet. Das Büro bietet sowohl Rückzugmöglichkeiten also auch Begegnungszonen. Die Arbeitsplätze sind schön hell und bieten Blickkontakt in den stimmungsvollen Innenhof der Fabrik. Für alle im Areal nutzbar ist die Kaffeelounge. Dort schenkt Architekt Manfred Stemmer seinen beliebten „Friedenskaffee“ aus, der von lateinamerikanischen Kaffeebauern unter fairer Bezahlung produziert wird. Im neuen Freiraum in der Fabrik Lustenau haben zehn EinzelunternehmerInnen die Chance, ein Jahr lang mietfrei in einem schönen, möblierten Büro mit kompletter Infrastruktur zu arbeiten. Bewerbungen sind online möglich: www.fabrik-lustenau.at. Attraktive Lage am Grenzübergang Aktuell sind 17 Unternehmen aus den Bereichen Energieeffizienz, Automotive-Engineering, Architektur, Statik, Grafik, Informatik, Bildbearbeitung, Medizintechnik und Gesundheit in der Fabrik Lustenau angesiedelt. Das Restaurant Olive kocht mit frischen Lebensmitteln aus der Region, ein Fitnessstudio und ein Friseursalon runden das Areal ab. Die günstige Lage nahe des Schweizer Grenzübergangs und die gute Verkehrsanbindung machen das Büro besonders attraktiv. Bürgermeister Kurt Fischer und Raimund Zirker (Wirtschaftsabteilung Marktgemeinde) gratulieren „Freiraum“-Eigentümer Franz Rüf zur Eröffnung. Frank Obrist (CEO OBRIST), Nathalie Roithinger (GF Lustenau Marketing) und Stefan Hagen (Vizepräsident Wirtschaftskammer) bei der „Freiraum“-Eröffnung. Fabrik-Miteigentümer Architekt Thomas Klas, Verena Jussel (Kommunikation Fabrik) und Architekt Christoph Gilhaus. Besondere Industriearchitektur Die traditionsreiche Fabrik ist in den Jahren 1870 bis 1910 entstanden, als die Gebrüder Hofer die Stickerei von England nach Lustenau brachten. Die englische Halle und das zentrale Verwaltungsgebäude wurden im Originalstil erhalten und zwischen 1992 und 2004 saniert. Das dritte Gebäude wurde 2000 errichtet. Dieser Zubau mit Tiefgarage ergänzt das Areal der Fabrik mit insgesamt 3400 m² Nutzfläche. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 42 / 20 11

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