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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 44 | Freitag 30. Oktober 2020

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

»Das Virus ist eine

»Das Virus ist eine demokratische Zumutung.« (Angela Merkel) Liebe Lustenauerinnen und Lustenauer! Am 28. August 2020 sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen ihrer Sommer-Pressekonferenz: »Das Virus ist eine demokratische Zumutung« – wahrscheinlich ein Satz für die Geschichtsbücher. Sie warnte vor einem harten Corona- Winter und nannte drei wichtige Handlungsfelder für verantwortungsvolles politisches Handeln in der sich wieder zuspitzenden Krise: Bildung, Wirtschaft und gesellschaftlicher Zusammenhalt. An diesem 28. August gab es in Lustenau fünf aktiv Infizierte, vom 1. Mai bis zum 19. August hatten wir jeweils nicht mehr als zwei Fälle, im Juli bekamen wir sogar fast durchgehend 0-Meldungen, Lustenau schien praktisch coronafrei. Die Pandemie verschwand mehr und mehr aus den Schlagzeilen und auch aus den Köpfen, es war für viele ein fast normaler Sommer, auch wenn zahlreiche größere Veranstaltungen leider nicht durchgeführt werden konnten. gesundheit Bis kurz vor Schulanfang blieben die Zahlen im einstelligen Bereich, dann entwickelten sich die Fallzahlen aber in einer beängstigenden Dynamik, die sich in den letzten Tagen noch weiter verschärft hat. Seit Anfang Oktober hat sich die Zahl der aktiv mit COVID19 Infizierten in Lustenau vervierfacht (!) und dieses exponentielle Wachstum geht zur Zeit ungebremst weiter – in ganz Österreich und auch in unseren Nachbarländern. Die zweite Welle – im Sommer für viele noch reine Spekulation, für manche auch bloße Panikmache – ist bei uns angekommen, das Virus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus, die Nachverfolgung der Infektionsketten (Contact-Tracing) kommt an ihre Grenzen, die Zahl der Erkrankten in den Spitälern und auch auf den Intensivstationen steigen an, wenn auch zum Glück noch nicht so stark wie die Fallzahlen. Die Lage ist äußerst ernst und sie ist tatsächlich eine demokratische Zumutung. Uns allen wird zugemutet, dass wir uns in vielen Lebensbereichen stark einschränken. Kaum hat sich unsere Wirtschaft etwas vom Schock des Lockdowns im Frühjahr erholt, drohen weitere massive Einbrüche, vor allem im Tourismus, aber durch eine weitere Zuspitzung der Situation wohl weit darüber hinaus. Auch unsere Schulen und Kindergärten sind mit großen Herausforderungen konfrontiert, und wir müssen alles tun, dass unser Gesundheits- und Pflegesystem nicht völlig überlastet wird. Schon jetzt sind die Menschen, die dort tagtäglich mit großem persönlichem Einsatz arbeiten, an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Appelle an die Vernunft, gut gemeint, immer wieder vorgetragen, verhallen zunehmend – immer mehr Menschen sind »coronamüde« und haben, nicht zuletzt coronabedingt, ganz andere Sorgen, existentielle Ängste. Kommt dazu, dass wir meistens „zum Chor predigen“, wie es im Englischen heißt (preach to the choir), und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr, liebe Leserinnen und Leser dieser Zeilen, zum Chor der Vernünftigen und Disziplinierten gehört, dürfte sehr hoch sein. Das bietet aber auch Chancen: Ihr könnt in unserer coronamüden Gesellschaft mit eurer Besonnenheit wichtige Vorbilder sein. Und angesichts der wirklich alarmierenden Zahlen brauchen wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten möglichst viele Menschen, die trotz aller Unsicherheiten, Unübersichtlichkeiten, ja und trotz aller Zumutungen nicht den Mut verlieren und ihren ganz persönlichen Beitrag im Kampf gegen dieses heimtückische Virus leisten. Darum – um nochmals beim englischen Ausdruck zu bleiben – einen herzlichen Dank an Euch, liebe Mitglieder des Chors der Mutigen und Zuversichtlichen. Stellen wir uns mit einem hoffnungsvollen »Hô bei Gott, ma richt’s« gemeinsam den großen Herausforderungen dieser epochalen Krise. Geänd Obaacht, heband Sorg und blibind gsond! Euer Bürgermeister Kurt Fischer Rathausstraße 1 · A-6890 Lustenau · T +43 5577 8181-1200 · gemeindeamt@lustenau.at 6 Nr. 44 / 20 | Lustenauer Gemeindeblatt

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