Aufrufe
vor 1 Jahr

Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 47 | Freitag 26. November 2021

  • Text
  • Lustenau
  • Lustenauer
  • Gemeindeblatt
  • Kinder
  • Dornbirn
  • Infos
  • Menschen
  • Messfeier
  • Anbetung
  • Eucharistische
  • November
  • Www.lustenau.at
Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Liebe

Liebe Lustenauerinnen und Lustenauer! »Es ist für uns nicht leicht einzuordnen, was gegenwärtig passiert – die ganze Welt, das globale Dorf, seit Monaten im Bann einer Pandemie, ein epochales Ereignis, das unser Leben in vielfältiger Weise bestimmt und überschattet, auch bei uns in Lustenau. … Der Weg aus der Coronakrise wird kein leichter sein. Wir spüren eine wachsende Coronamüdigkeit, nicht nur bei den Menschen, die ganz besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind – und das sind erschreckend viele. Die ständig sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen und schwer verständlichen Verordnungen, auch das Fehlen einer klar kommunizierten Strategie haben das Vertrauen der Menschen in das Katastrophenmanagement deutlich reduziert und damit eng verbunden und besonders fatal: ihre Bereitschaft zu kooperieren, sich aktiv einzubringen und eigenverantwortlich zu handeln. […] gesundheit Mit diesen Worten habe ich mich im Dezember 2020 – nach der zweiten Welle – im Gemeindeblatt an Sie, liebe Lustenauerinnen und Lustenauer, gewandt. Seither ist viel passiert, wir sind hoffnungsvoll ins heurige Jahr gestartet. Die Impfung, der ersehnte Game Changer, kam erfreulich schnell, manche konnten es kaum erwarten. Der Impfneid ist längst einer Impflethargie gewichen und das Coronavirus hat uns wie kaum ein anderes Land im Griff: Unseren Spitälern droht der Kollaps und wir finden uns erneut in einem harten Lockdown wieder. Auch wenn uns die Pandemie mit der Delta-Variante die bisher dunkelste Seite zeigt, so zeigt uns die Erfahrung anderer Länder, insbesondere solcher mit deutlich höherer Impfquote, dass diese bedrohliche Situation vermeidbar gewesen wäre. Vergessen wir bitte nicht, dass in diesen Tagen in Österreich nicht nur x-tausendfach Corona »diagnostiziert » wird, sondern viele Menschen niederschmetternde Diagnosen erhalten. Wer das selbst erlebt hat, hat eine Vorstellung davon, was die Notlage an unseren Spitälern für diese Menschen bedeutet. Sie möchten die Sicherheit haben, schnellst- und bestmöglich behandelt zu werden, damit die Heilungschancen optimal genutzt werden können. Ich habe die Qualität unserer medizinischen Versorgung vor gut sieben Jahren intensiv erlebt, ich habe größten Respekt vor dem, was unsere Spitäler leisten und bin den Menschen dort unendlich dankbar. Was ihnen im nun schon dritten Coronawinter widerfährt, macht mich tief betroffen. Deshalb meine Bitte an Euch: Motiviert und bestärkt eure Freunde, Bekannten, Verwandten, Kolleginnen und Kollegen, sich gut zu schützen, vor allem durch einen Impfschutz. Unser Erfolg im Kampf gegen diese heimtückische Pandemie ist die Summe aller einzelnen Beiträge, und viel mehr als die Summe aller verordneten Maßnahmen. Und noch eine Bitte: Denkt bitte an unsere lokalen Geschäfte und Lokale, für die dieser Lockdown in der für die meisten wohl umsatzstärksten Zeit ein weiterer Tiefschlag ist. Nützt die Angebote unserer Aktion »Lustenau bringt’s« und setzt damit ein Zeichen der Solidarität mit unserer lokalen Wirtschaft. Und zum Schluss noch eine persönliche Bemerkung: Wie in jeder tiefgreifenden Krise mehren sich auch jetzt Anzeichen zunehmender Müdigkeit, Unzufriedenheit, Polarisierung und Radikalisierung. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Politik und es ist zu befürchten, dass wir den Tiefpunkt noch nicht erreicht haben. Umso dankbarer muss man den Menschen sein, die sich unermüdlich und selbstlos für das Gemeinwohl engagieren, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das Miteinander: in unseren Kindergärten, Seniorenhäusern, Schulen, Vereinen, bei der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, dem MOHI und Krankenpflegeverein und auch unserem Krisenstab – Menschen, die trotz aller Unsicherheiten und Zumutungen nicht den Mut verlieren und ihren ganz persönlichen Beitrag im Kampf gegen dieses heimtückische Virus leisten. Heband igi Sorg und blibind gsond! Euer Bürgermeister Dr. Kurt Fischer 6 Nr. 47 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 47 / 21 7

LUSTENAUER GEMEINDEBLATT