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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 49 | Freitag 4. Dezember 2020

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Wirtschaft S.I.E-Marke

Wirtschaft S.I.E-Marke GreenChips für Staatspreis nominiert Beim Staatspreis „Digitalisierung 2020“ wurde das Lustenauer Unternehmen GreenChips – ein Geschäftsbereich der S.I.E CONNECT – in der Kategorie „Digitale Transformation“ für den zweiten Platz nominiert. Udo Filzmaier, Gründer und Inhaber der S.I.E Unternehmensgruppe, freut sich ebenfalls sehr über die Nominierung: „Auch in einer schwierigen Zeit kann man durch digitale Transformation GreenChips ist eine Marke der S.I.E CONNECT und ist auf die erfolgreiche Rückführung von Überschussware – „totem Lager“ – von elektronischen Bauteilen und hochwertigen Halbleitern spezialisiert. Mithilfe dieser intelligenten Online-Handelsplattform können Verarbeiter bzw. Erstausrüster ihren Überbestand ohne weiteren Aufwand an GreenChips weitergeben. GreenChips übernimmt anschließend die Vermarktung, den Verkauf und die Logistik dieser Teile. Die Plattform stellt also die Verbindungen zwischen Verkäufern und Kaufinteressenten her, findet Restbestände und analysiert die Weltmärkte. Nina Kraft übergab den Preis an Edita Dragolj. (Foto Bundesministerium Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) Zweites Leben Mit GreenChips strebt das Team – die „CHIPSTER“ – rund um Stefan Stockbauer, Geschäftsführer von GreenChips, einen Wandel in der Elektronik- und Halbleiterindustrie an. Ziel des Unternehmens ist eine Entlastung des Ökosystems durch die Wiederverwertung ungebrauchter elektronischer Bauteile und erfolgreich sein. Mein Dank gilt dem ganzen Team von Green- Chips für die unermüdliche Arbeit an diesem revolutionären Ansatz.“ Staatspreis Digitalisierung Der Staatspreis Digitalisierung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort würdigt innovative digitale Produkte oder Entwicklungen von EinzelproduzentInnen und Unternehmen und gibt ihnen öffentliche Sichtbarkeit. Der Preis demonstriert das innovative Potenzial des Digitalsektors und präsentiert Österreich als Digitalisierungs-, Innovationsund Technologiestandort. Das GreenChips-Team v.l.n.r: Christina Filzmaier, Stefan Stockbauer, Edita Dragolj. (Foto SIE Connect GmbH) damit eine nachhaltige und ressourcenschonende globale Digitalisierung. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Plattform überschüssiges Material wieder ökologisch und ökonomisch in den Markt zurückführen können. Damit geben wir ihm ein zweites Leben. Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, zeigt sich Stefan Stockbauer überzeugt. S.I.E Group Innerhalb weniger Jahre wandelte sich der Vorarlberger Vorzeige-Betrieb von einer Handelsfirma für elektronische Bauteile zu einem weltweit tätigen Händler und Hightech-Unternehmen in der Entwicklung und Fertigung bis hin zu Systemlösungen bzw. Dienstleistungen im Bereich der Elektronik und Elektrotechnik. Gegründet wurde das Unternehmen 1994. Die S.I.E Group mit Stammsitz im Millennium Park beschäftigt über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, S.I.E International hat sieben Standorte in fünf Ländern. Gründer und Privateigentümer ist Udo Filzmaier. 22 Nr. 49 / 20 | Lustenauer Gemeindeblatt

Wirtschaft KRAL gewinnt Logistik-Preis 2020 Die KRAL GmbH ist auf Siegerkurs: Im Oktober hat der Lustenauer Spezialist für die Entwicklung und Fertigung von Schraubenspindelpumpen und Durchflussmesstechnik den ersten Platz beim renommierten Österreichischen Logistik-Preis 2020 des Verein Netzwerk Logistik (VNL) abgeräumt. Eingereicht hatte das Projekt „Digitalisierung und Automatisierung in Produktion und Logistik“ das Team rund um COO Thomas Blum. Die MitarbeiterInnen in der Bildgasse 40 im Industriegebiet Nord kennen sich mit dem Pumpen und Messen von Flüssigkeiten bestens aus – und das seit den 1950er Jahren. Das eigentümergeführte Familienunternehmen mit Otmar Kräutler als CEO produziert für Industriekonzerne in den Branchen Marine, Stromerzeugung, Maschinenbau, Chemie, Öl und Gas. Die Fertigungsaufträge sind mehrstufig und bestehen aus 30 bis 3.000 Komponenten. Von 15 Tagen auf sieben „Für unsere Kunden sind die Lieferzeit und die Qualität entscheidend, ebenso wichtig sind auch die Reaktionszeit und die Geschwindigkeit bei der Auftragsabwicklung“, berichtet Thomas Blum und erklärt: „Wir suchen nach Möglichkeiten, die Durchlaufzeiten in der Produktion zu verkürzen. Es geht manchmal um Stunden und das war auch der Grund für dieses Projekt. Automatisierung und vor allem Digitalisierung sind daher wichtige Bausteine, um die Marktposition weiter ausbauen zu können“, informiert der COO. Das Team hat intensiv evaluiert, bevor es an die Umsetzung ging. Das Ergebnis: Die bisherige Durchlaufzeit eines Projekts lag bisher bei 15 Tagen, jetzt sind es sieben – weitere Verbesserungen sind in Planung. Führerloses Transportsystem Der gesamte Prozess der Auftragsabwicklung wurde optimiert. Sämtliche Buchungsprozesse laufen heute digital – von der Auftragsannahme bis zur Produktionssteuerung. Das Herzstück bildet dabei das neue ERP-System, eine Softwarelösung, die für die Anbindung der verbesserten automatisierten Logistik und der Informationssteuerung sort. Alles passiert in Echtzeit über das System. In den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb ist der Status transparent. Die Kleinteile, die für die Produktion notwendig sind, werden über ein vollautomatisches Kleinteilelager ausgeliefert. Die Anlieferung der notwendigen Komponenten erfolgt durch ein führerloses Transportsystem an die Arbeitsplätze in der Fertigung und Montage. Dadurch wurden auch die Hebe- und Tragetätigkeiten auf ein Minimum reduziert. „Die harte Arbeit hat sich wirklich gelohnt. Der Preis ist eine Bestätigung und macht uns sehr stolz“, so CEO Otmar Kräutler. Das KRAL-Projekt „Digitalisierung und Automatisierung in der Produktion und Logistik“ wurde ausgezeichnet. (Foto Daniela Gunz) Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 49 / 20 23

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