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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 7 | Freitag 19. Februar 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

An Land sind Biber

An Land sind Biber selten zu sehen und wenn ja, dann eher im Dunkeln. (Foto Dietmar Hollenstein) Umwelt Auf Biberspuren in Lustenau Vor 350 Jahren in Vorarlberg ausgerottet, ist der Europäische Biber seit 15 Jahren wieder zu uns zurückgekehrt. Mit einer Größe von rund 130 cm ist er das größte heimische Nagetier. Seit einiger Zeit macht er sich mit seinen Nagespuren auch wieder in Lustenau bemerkbar. Seine „Baustellen“ befinden sich am Alten Rhein, der für Biber einen perfekten Lebensraum darstellt, aber auch der „Neuner“ wird vom Biber gerne besiedelt. Jetzt sind die Biberspuren gut zu sehen, denn momentan fällt er Bäume für seine Winternahrung, die hauptsächlich aus Knospen und Rinde besteht. Bei Schnee sieht man auch, wo er die Äste ins Wasser zieht – gefressen wird nämlich nur im sicheren Wasser. Auch abgeschälte, hell leuchtende Ästchen finden sich öfters im Uferbereich. Im Sommer ist auf den Biberbaustellen weniger los, aber seine Wege und „Rutschen“ ins Wasser fallen auf und mit etwas Glück kann man ihn am Abend vorbeischwimmen sehen. Erfolgsnachweis für naturnahen Wasserbau Dass der Biber relativ ungestört in Lustenau leben kann, verdankt er auch den Gewässerstrukturen. Je naturnäher ein Gewässer ist, desto einfacher ist das Zusammenleben mit dem großen Nager. Nach dem Alten Rhein warten neben dem Großprojekt Rhesi noch einige Lustenauer Gewässer auf Verbesserungen. Rücksicht beim Zusammenleben mit dem Holzfäller „Das Zusammenleben mit dem Biber birgt einige Herausforderungen, denn nicht jeder Baum soll gefällt werden“, berichtet Rudi 8 Nr. 07 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Seit dem Herbst macht sich der Biber wieder am Alten Rhein als Baumfäller bemerkbar. Alge, Leiter der Umweltabteilung im Rathaus. „Daher wird regelmäßig kontrolliert, was der Biber gerade macht und bei Bedarf entsprechend eingegriffen. Ein besonderer Dank gilt hier den Mitarbeitern des Bauhofs Lustenau. Falls Sie neue Biberspuren entdecken oder Fragen zum Biber haben, freut sich die Vorarlberger Biberbeauftragte Mag. Agnes Steininger unter 0664 877 18 42 über Ihren Anruf.“ Spurensuche im Ried und am Alten Rhein Neben dem Biber kann man im Ried und am Alten Rhein in allen Jahreszeiten viele andere Tiere und Pflanzen entdecken. Wenn es Schnee bis in die Tallagen gibt, ist die Spurensuche besonders interessant. Tipps, Infos und Bestimmungshilfen finden sich unter www.riadheftli.at. Vor 350 Jahren in Vorarlberg ausgerottet, ist der Biber seit 15 Jahren wieder zu uns zurückgekehrt. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 07 / 21 9

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