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Lustenauer Gemeindeblatt Nr. 9 | Freitag 5. März 2021

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Amts- und Anzeigenblatt der Marktgemeinde Lustenau | Erscheint jeden Freitag, Erscheinungsort und Verlagspostamt: 6890 Lustenau

Rad.Lust Jetzt umsatteln

Rad.Lust Jetzt umsatteln und Förderungen sichern Wer mit dem Gedanken spielt, aufs Rad umzusatteln, für den wäre jetzt ein guter Zeitpunkt. Neben der neuen Förderung für Dreiräder und Therapieräder unterstützt die Gemeinde seit Jahren mit einer Bandbreite an Förderungen den Umstieg auf das Fahrrad. Einen finanziellen Beitrag gibt es auch für Fahrradanhänger, Trolleys und Lastenräder. Seit 1992 fördert Lustenau als eine der ersten Gemeinden im Land die beliebten KIKIs, mit zunehmender Vielfalt an transportfreudigen Packeseln auch alle Arten von Radanhängern und Lastenräder. „Jeder Meter, der mit einem Fahrrad zurückgelegt wird, hat positive Auswirkungen auf die Bevölkerung. Wir versuchen daher auf allen Wegen, Lust aufs Radeln zu machen und die Menschen zum Umsatteln zu motivieren“, sagt Bürgermeister Kurt Fischer. 25 Prozent vom Kaufpreis (bis zu 150 Euro) sponsert die Marktgemeinde Lustenau für den Kauf von Radanhängern oder Trolleys. Lastenfahrräder, Dreiräder und Therapieräder werden mit 400 Euro gefördert, für jene mit Elektroantrieb gibt es 600 Euro. Die Förderung gilt für Privatpersonen, Betriebe und Vereine. Voraussetzung ist, dass man seinen Wohn- oder Firmensitz in Lustenau hat und die Anhänger und Räder bei einem regionalen Händler gekauft werden. Wichtig ist, dass auf der Rechnung Name und Anschrift des Käufers angegeben ist. Die Einreichung ist denkbar einfach: Entweder online über www.lustenau.at/formulare unter Mobilitätsförderungen einreichen oder die Rechnung unter Angabe der Bankverbindung an rechnung@lustenau.at schicken. Förderung des Klimaschutzministeriums holen Mobilitätskoordinatorin Carina Niedermair empfiehlt, sich auch die erhöhte Bundesförderung in Zusammenarbeit mit dem Fahrradfachhandel zu sichern: „Erfreulicherweise werden nicht nur Lastenräder und E-Lastenräder, sondern auch Dreiräder und Therapieräder mit und ohne E-Antrieb gefördert. Die Anschaffung wird mit insgesamt 1.000 Euro unterstützt, davon 150 Euro durch den Radhändler. Die Förderung richtet sich an Privatpersonen, Betriebe, Vereine und konfessionelle Einrichtungen. Betriebe bekommen sogar normale E-Fahrräder gefördert, wenn sie mindestens fünf Stück kaufen. Wenn jemand Unterstützung bei der Einreichung braucht, bin ich gerne behilflich“, bietet sie an, „denn es gibt einiges zu beachten.“ Etwa müssen alle Elektro-Fahrräder mit Ökostrom betrieben werden und beim Kauf des Fahrrads muss der e-Mobilitätsbonusanteil vom Radhändler auf der Rechnung angeführt sein. Förderung für VVV-Jahreskarte ist ausgelaufen Mit Ende letzten Jahres ist die Förderung der VVV-Jahreskarte ausgelaufen. „Die Jahreskarte ist ohnehin stark gestützt, daher konzentrieren wir unsere Mittel verstärkt auf die Ausweitung und Verdichtung der Landbuslinien und Infrastruktur, wie z.B. überdachte Haltestellen und Radabstellanlagen. Von diesen Investitionen profitiert die breite Bevölkerung, wie zuletzt von der neuen Buslinie 54, die seit diesem Jahr neu im Halbstundentakt über Industrie Nord fährt und Anschluss an den REX in Hohenems hat.“ So günstig war der Umstieg aufs Rad noch nie: Lustenau bietet eine Bandbreite an Fahrradförderungen, auch vom Bund kann man sich Fördermittel holen. (Foto Lukas Hämmerle) 10 Nr. 09 / 21 | Lustenauer Gemeindeblatt

Rad.Lust Fahrradprüfung geschafft! Jetzt darf alleine geradelt werden Wer sich noch daran erinnern kann, weiß wie sehnsüchtig sie von allen erwartet wurde: Die praktische Fahrradprüfung und die hoffentlich positive Nachricht, endlich alleine radeln zu dürfen! Als die Polizisten von der Lustenauer Sicherheitswache das Ergebnis der diesjährigen Fahrradprüfung verkündeten, gab es fast nur frohe Gesichter und ein lautes „Hurra!“. 239 Kinder aus Lustenaus Volksschulen wollten in diesem Schuljahr ihren Fahrradausweis machen. Die Viertklässlerinnen und Viertklässler aus dem Hasenfeld und Rotkreuz konnten die Prüfung noch zum regulären Termin im Spätherbst ablegen, die Kinder aus dem Kirchdorf und Rheindorf waren – verspätet durch Corona – letzte Woche an der Reihe. Fast alle sind nun endlich stolze Besitzer des Fahrradausweises, mit dem sie alleine auf der Straße radeln dürfen. Ein aufregender Tag: Die Kinder im Rotkreuz sind bereit für die Fahrradprüfung. Fit für den Straßenverkehr „Wir sind sehr zufrieden mit den Schülerinnen und Schülern. Sie bewiesen nicht nur ihr fahrtechnisches Können, sondern auch das nötige Wissen, um nun ohne Begleitung im Straßenverkehr sicher unterwegs zu sein. Den meisten durften wir den Fahrradausweis im ersten Anlauf ausstellen“, berichtet Kommandant René Schreiber und vertröstet jene Kinder, die die Prüfung in dieser Runde nicht schafften: „Sie bekommen in vier Wochen wieder eine Chance.“ Gefahrenzeichen, Verbotszeichen, Teile des Fahrrads, Kreuzungen, Helm tragen, Handzeichen geben oder links abbiegen: Wochenlang lernen die Kinder der vierten Klassen mit ihren Pädagoginnen und Pädagogen die wichtigsten Regeln zur Verkehrssicherheit und üben gemeinsam auf der Straße. Erst wer die theoretische Prüfung bestanden hat, darf zur Prüfungsfahrt unter Aufsicht der Gemeindepolizisten antreten. Bei der praktischen Prüfung müssen die Kinder zeigen, dass sie sicher am Fahrrad unterwegs sind. Letzte Tipps und Infos von Sicherheitswache-Kommandant René Schreiber Erster Führerschein Kinder ohne Fahrradausweis dürfen erst ab dem 12. Lebensjahr selbstständig Radfahren. Die freiwillige Radprüfung können Kinder ab dem 9. Lebensjahr machen und wenn sie die vierte Klasse besuchen. Der Radfahrausweis für die bestandene Prüfung wird den Kindern in der Schule ausgehändigt und erlaubt es ihnen, selbständig mit dem Rad mobil zu sein. Allen Kindern, die die Fahrradprüfung bestanden haben, viel Spaß beim Radeln und immer eine gute Fahrt! Daumen drücken und los: Im Kirchdorf absolvierten die Kinder einen Rundkurs um die Hagenmühle. Lustenauer Gemeindeblatt | Nr. 09 / 21 11

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